Immobilien kaufen – was man vorab wissen muss

 

In eine Immobilie zu investieren ist ein großer Schritt.

Grund genug, sich vorab genau zu Informieren und sich über einige Dinge im klaren zu sein: über das Wunschobjekt sowie über das Immobiliendarlehen bzw. das was vor dem Darlehen steht.

 

Vor dem Immobilienkauf – das Objekt

Was das Immobilienobjekt betrifft, gibt es einiges zu beachten.

  • Eigennutzung oder Kapitalanlage

  • Größe

  • Preis

  • Qualität

  • Eigentümerstruktur

  • Maßnahmen

 

Eigennutzung oder Kapitalanlage

Die wohl wichtigste Frage ist die, ob die Immobilie selbst genutzt werden oder als Kapitalanlage vermietet werden soll.

Die Antwort hat Auswirkungen auf alle weiteren Fragen sowie auf das Immobiliendarlehen.

 

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Die Größe

Vor allem, wenn die Immobilie vermietet werden soll, spielt die Größe eine entscheidende Rolle. Bei der Eigennutzung richtet sich die Größe nach dem eigenen Geschmack. Bei einer Vermietung muss weiter gedacht werden.

 

Lange Zeit glat „je größer desto besser“. Doch da hat sich der Trend geändert. Aktuelle Prognosen zeigen eine Zunahme von Haushalten mit 1 – 2 Personen.

Dementsprechend empfiehlt sich eine Wohnungsgröße von ca. 50 – 70 qm.

 

Diese Quadratmeteranzahl ist an sich für jeden passend, ob nun Singlehaushalt, Paar oder auch Rentner.

 

Kleinere Wohnungen mögen in den Städten vielleicht anbieten, vor allem, wenn es dort viele Studenten gibt. Doch haben solche Wohnungen einen entscheidenden Nachteil: häufige Mieterwechsel. Grund dafür ist, dass eine geringe Quadratmeteranzahl Veränderungen im persönlichen Leben nur in geringem Umfang mitmachen kann.

 

Wer als Single eingezogen ist, wird früher oder später jemand kennenlernen. Entsteht der Wunsch gemeinsam zu wohnen, ist eine Niedrigquadratmeter-Wohnung nicht genug. Folge: der Mieter zieht aus.

 

Fast die gleiche Problematik ergibt sich bei Wohnungen mit hoher Quadratmeteranzahl. Ändern sich die privaten Umstände, zum Beispiel durch Verlust der Arbeit oder Trennung, werden sich die Mieter wohl auch etwas kleineres suchen.

 

Gleichzeitig zeigen jedoch Studien, dass die Ansprüche der Mieter, was die Wohnungsgröße betrifft, steigen. Klingt komplex, ist jedoch teils auch einfach von der Lage abhängig. Denn diese bestimmt auch mit den Preis. Den Kaufpreis wie auch den Mietpreis, der verlangt werden kann.

 

Der Preis

Hier ist es wichtig, sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen und sich zu informieren. Hat man ein Wunschobjekt ins Auge gefasst, sollten ähnliche Objekte beobachtet werden. Wie hoch ist der angesagte Kaufpreis? Zu welchem Preis wurde letztendlich verkauft?

Merke: der Einkaufspreis bestimmt den Gewinn. Je niedriger der Kaufpreis, desto höher die Rendite.

 

Die Qualität

Mit der baulichen Qualität der Immobilie steht und fällt die Kaufentscheidung. Während manche Mängel sofort erkennbar sind, braucht es bei anderen einer genauen Prüfung.

 

Dies muss nicht immer durch Handwerker geschehen. Auch eine Überprüfung von bisher erfolgten Renovierungsmaßnahmen gibt Aufschluss darüber, ob Mängel vorliegen bzw. vorlagen.

Ebenfalls äußerst aufschlussreich sind hierzu die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Diese sollten beim beabsichtigten Kauf einer Immobilie unbedingt eingesehen werden.

 

Die Eigentümerstruktur

Was die Eigentümerstruktur betrifft, sollte auch darauf ein Auge geworfen werden. Welcher Anteil überwiegt, die Kapitalanleger oder doch die Eigennutzer?

Mieten oder Kaufen??
......was ist sinnvoller?

 

 

Die Maßnahmen

Vor allem bei Bestandsobjekten muss nach eventuell anstehenden Maßnahmen wie Reparaturen oder Instandhaltungen gefragt werden. Ob Dach, Balkon oder Heizung, irgendwann muss alles mal erneuert werden. Und das ist meistens nicht gerade billig.

 

Hier sollte man sich die Frage stellen, ob man nach einer Immobilie sucht, in die man schon bald investieren muss. Oder ob es doch lieber ein neueres Objekt sein soll, bei dem Instandhaltungen noch etwas auf sich warten lassen.

 

Vor dem Immobilienkauf – die Schufa

Das Wunschobjekt ist gefunden und alle oben stehenden Punkte geprüft. Nun kann es weitergehen auf dem Weg zum Immobilienkauf. Aber was kommt nun?

 

Einen einheitlichen Ablauf, nach welchem die Banken ein Immobiliendarlehen bearbeiten, gibt es leider nicht. Doch eines passiert überall:

 

Die Bonitätsprüfung

Jede Bank prüft vor einer Darlehensvergabe die Bonität des Antragstellers. Dies passiert über die Schufa.

 

Was ist die Schufa?

Bei der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Sicherung“ (kurz: Schufa) wird das Zahlungsverhalten einer Person gespeichert. Anhand dieser Daten erhebt die Schufa eine Prognose über das zukünftige Zahlungsverhalten dieser Person. Die Schufa gibt somit Auskunft über die Kreditwürdigkeit eines Menschen. Diese Auskunft erfolgt als sogenannter Score. Je höher der Score-Wert, desto höher die Kreditwürdigkeit.

 

Kann man seine Bonität selbst prüfen?

Ja, das ist möglich. Einmal jährlich kann bei der Schufa eine kostenlose Selbstauskunft beantragt werden. Jede weitere Selbstauskunft innerhalb eines Jahres muss jedoch bezahlt werden.

 

Es ist empfehlenswert, sich die eigene Schufa-Selbstauskunft vor der Beantragung eines Immobiliendarlehens anzusehen. Dies schützt vor bösen Überraschungen und es kann bei etwaigen falschen Eintragungen in der Schufa etwas unternommen werden.

 

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