So finanzieren Sie richtig

Richtig finanzieren – Immobilien richtig finanzieren

Endlich Eigentümer!

Ob Wohnung, Haus oder Grundstück, bei allem steht zuvor die Finanzierung. Und genau hier liegen die meisten Fallstricke versteckt. Denn: Finanzierung ist nicht gleich Finanzierung. Und Banken sowie Finanzierungsanbieter entwickeln eine erstaunliche Kreativität wenn es darum geht, ihre Finanzprodukte an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Kein Wunder also, dass die große Anzahl an Finanzierungsangeboten und -methoden zu Verwirrung führt.

 

Richtig finanzieren – von Tilgungsrate bis Drittelmix

Es gibt so einiges, was bei der Finanzierung beachtet werden sollte.

 

Die Sache mit der Tilgungsrate

Klingt ebenso verlockend wie logisch. Aber ist das wirklich ein guter Plan? Nicht selten wird gedacht: sparen, sparen, sparen, dann ist die Finanzierung leicht zu stemmen. Noch dazu bei einer verlockenden Tilgungsrate von nur 1 %.

Moment! Eine Tilgungsrate in Höhe von 1 %? Hier sollte gut aufgepasst und vor allem nachgedacht werden. Denn nach 10 Jahren sind bei einer 1 %-igen Tilgungsrate gerade einmal 10 % der Schuldensumme abgezahlt! Das heißt im Umkehrschluss: nach 10 Jahren sind noch 90 % der Schuldsumme offen! Ist das wirklich das, was man bei einer Finanzierung möchte?

Besser klingt da schon eine Tilgungsrate von 2 %. Hier reduziert sich die Schuldsumme in 10 Jahren um attraktive 20 %.

Genau aus diesem Grund wird eine Tilgungsrate in Höhe von 2 % als Minimum empfohlen. Nur so hat der frisch gebackene Eigentümer ein gutes Maß an Sicherheit, sollte es zu unvorhersehbaren finanziellen Problemen kommen. Und auch eine eventuelle Hochzinsphase zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung ist dann kein solch großes Problem.

Die Tilgungsrate von 2 % als Minimum ist zu hoch? Dann sollte sich nach einem anderen Immobilienobjekt umgesehen werden. Denn was bringt das Traumhaus, wenn man mit der Rate ein finanzielles Risiko eingeht?

Deshalb lieber „eine Nummer kleiner“ kaufen, als ein unnötiges finanzielles Risiko eingehen.

 

Über 400 Banken im Vergleich

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Drittelmix – auch eine Möglichkeit der Finanzierung

Drittelmix, was nach einer extravaganten Sportregel oder einem Cocktailrezept klingt, ist in Wahrheit eine Finanzierungsmöglichkeit mit Sparpotenzial.

Möglich und empfehlenswert ist die Drittelmix-Finanzierung, wenn in nicht allzu ferner Zukunft positive finanzielle Veränderungen zu erwarten sind.

Beispielsweise durch:

  • eine Erbschaft

  • eine Gehaltserhöhung

Die Drittelmix-Finanzierung besteht aus mehreren unterschiedlichen Darlehen.

In naher Zukunft wird eine Erbschaft sowie eine Gehaltserhöhung erwartet.

 

Dann könnte die Drittelmixfinanzierung so aussehen:

Benötigte Kreditsumme, die nicht durch Erbschaft und Gehaltserhöhung finanziert wird: Hypothekendarlehen mit fester Zinsbindung. Laufzeit 15 – 20 Jahre. Vorteil: langfristige Sicherung der momentan niedrigen Zinsen.

Kreditsumme, die aus der erwarteten Erbschaft finanziert werden kann: Darlehen mit fester Zinsbindung. Laufzeit: 10 Jahre.

Und die Gehaltserhöhung? Darlehen mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Der Vorteil liegt hier in der Kombination Gehaltserhöhung und Anschlussfinanzierung nach Ablauf der 5 Jahre. Denn durch die Gehaltserhöhung ist es möglich, ausreichend Kapital für eine Sondertilgung anzusparen.

Wichtig bei der Drittelmix-Finanzierung: jedes der Darlehen muss eine Mindestsumme von 50.000,- € aufweisen! Bei niedrigeren Summen wird ein Zinsaufschlag fällig.

Lässt sich der benötigte Gesamtdarlehensbetrag nicht auf 3 Darlehen á mindestens 50.000,- € aufteilen, sollte man sich über Finanzierungsangebote mit 2 Tranchen informieren. Das bedeutet: insgesamt 2 Darlehen. Eines mit fester Zinsbindung und 15 – 20 Jahren Laufzeit. Und ein weiteres mit 5 – 10 Jahren Laufzeit.

Die Laufzeiten sind in allen Fällen natürlich abhängig davon, wann die Drittmittel (Gehaltserhöhung, Erbschaft…) zu erwarten sind.

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Disagio-Finanzierung – Vorsicht Falle!

Was verlockend klingt, wird letztendlich richtig teuer. Manche Finanzierungsanbieter behaupten, mit einer Disagio-Finanzierung sei die monatliche Belastung um einiges niedriger, als bei einem regulären Hypothekendarlehen.

In Wahrheit wird das Budget anfänglich wirklich geschont. Doch auf langfristige Sicht kommt die Disagio-Finanzierung deutlich teurer, als ein normales Hypothekendarlehen.

Denn: Bei der Disagio-Finanzierung wird nicht die komplette Kreditsumme ausbezahlt. 10 % davon verbleiben als Zinsvorauszahlung bei der Bank. Die Folge: das Kreditvolumen verteuert sich um diese 10 %.

Die anfänglich minimierte Belastung kommt somit im Endeffekt deutlich teurer. Bei der Anschlussfinanzierung am Zinsbindungsende, also nach 10 Jahren, ist bei Disagio-Krediten die Restschuld deutlich höher als bei regulären Hypothekendarlehen. Die Folge: deutlich höhere Monatsraten bei der Anschlussfinanzierung. Der anfängliche Vorteil der Disagio-Finanzierung kehrt sich somit ins Gegenteil um.

Pro-Tipp: Angebote vergleichen und rechnen!

Nicht jeder Finanzberater meint es gut mit Ihnen. Und nicht jedes selbst gefundene Finanzierungsangebot ist das beste. Wichtig bei der Finanzierungssuche ist, mehrere Angebote einzuholen und diese gründlich zu vergleichen.

Nur wer vergleicht, findet letztendlich die für sich perfekt passende Finanzierung.

Wichtig dabei: nicht nur auf die Tilgungsratenhöhe achten, sondern auf wirklich alle Vertragsdetails und auf alle Kosten!

So auch, wenn es um den Effektivzins geht.

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Kurz erklärt:

Der Effektivzins – auch effektiver Jahreszins genannt – ist der Zinssatz, den der Finanzierungsnehmer bezahlen muss. Bei Finanzierungen sind im Effektivzins der formell vereinbarte Kreditzins wie auch weitere anfallende Kosten enthalten. Der Effektivzins ist somit die Angabe der Gesamtbelastung.

Zwar sind Banken verpflichtet, den effektiven Jahreszins anzugeben, doch die tatsächlichen Kosten sind – vor allem bei Darlehensverträge, die mit der Besparung von Lebensversicherungen oder Bausparverträgen kombiniert sind – oftmals nicht sofort erkennbar.

Auch wenn im effektiven Jahreszins der Kreditzins und auch andere anfallende Kosten enthalten sind, werden darin zwei Punkte nicht berücksichtigt:

  • die zeitgleiche Verzinsung von angespartem Geld

  • die positiven Auswirkungen von höheren Tilgungsraten

Jedes Angebot sollte genau durchgelesen und die monatlichen Belastungen genau durchgerechnet werden. Und das bis zur endgültigen Kredittilgung! Nur so kann das wirklich beste Finanzierungsangebot gefunden und verschenktes Geld vermieden werden.

Fazit

Finanzieren will gelernt sein. Es gibt zahlreiche Banken und Finanzierungsanbieter und viel zu viele davon achten nur auf den eigenen Profit anstatt auf Vorteile für den Finanzierungsnehmer.

Als ihr unabhängiger Finanzberater für Kreis Recklinghausen und ganz Deutschland helfen wir Ihnen gerne bei der Suche nach der für Sie idealen Finanzierung. Und stehen Ihnen gerne bei Fragen beratend zur Seite. Bei der Finanzierungssuche, beim Finanzierungsabschluss und während der gesamten Laufzeit Ihrer Finanzierung.

Mit Sicherheit zum Eigentümer – mit uns als unabhängigen Finanzberater an Ihrer Seite.

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