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Volatilität – Grundwissen

Die Volatilität ist das Maß für die Schwankung von Wertpapierkursen, Zinsen, Rohstoffpreisen, Optionsscheinen, Optionen und anderen Anlageinstrumenten, die an der Börse gehandelt werden.

Sie ist eine mathematische Größe, die das Risiko ermittelt, in eine bestimmte Geldanlage zu investieren. So kann zum Beispiel der Durchschnittswert einer Aktie oder eines Fonds pro Monat bestimmt werden.

Aktienindex

Die Tatsache, dass die Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden, zum Teil erheblichen Schwankungen unterliegen, sollte in jedem Falle berücksichtigt werden, bevor ein Investment näher ins Auge gefasst wird.

Nähere Auskünfte zum Risiko und zu den Chancen, die im Zusammenhang mit Aktien, Fonds und anderen Wertpapieren bestehen, erteilen die Banken und Sparkassen sowie die Fondsgesellschaften.

Die Kursschwankungen haben verschiedene Ursachen. Auch wenn es Indikatoren gibt, die auf steigende, fallende oder gleich bleibende Kurse hinweisen, gibt es immer wieder bestimmte Unwägbarkeiten.

So kann der Kurs einer Aktie innerhalb von Sekunden steigen oder fallen, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.

In der Praxis ist dies immer wieder zu beobachten, wenn die Quartalszahlen bekannt gegeben werden, wenn sich die politischen oder gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern oder wenn es andere Faktoren gibt, die einen Einfluss auf den Kurs eines Unternehmens haben können.

Volatilität – Berechnung

Als Grundlage für die Berechnung der Volatilität dienen Standardwerte. Diese Standardwerte beziehen sich auf die Schwankungen eines Wertes. Die Volatilität drückt aus, wie weit sich der Kurs eines Fonds, einer Aktie, eines Währungspaares, eines Rohstoffes, eines Optionsscheines oder eines anderen Wertpapieres von dem Standardwert entfernt. Maßgeblich ist die Schwankungsbreite.

In der Praxis heißt dies ganz konkret, dass das Risiko einer Geldanlage umso größer ist, je größer die Schwankungsbreite um den Mittelwert ist. Auch wenn es in diesem Bereich keine Verallgemeinerungen gibt, kann davon ausgegangen werden, dass die Volatilität von Fonds geringer ist als die Volatilität von Aktien.

Die Gründe liegen auf der Hand.

Ein Fonds investiert in verschiedene Werte, während sich die Aktie nur auf ein einzelnes Unternehmen bezieht. Fonds ist aber nicht gleich Fonds. Hier gilt der Grundsatz, dass die allgemeine Volatilität umso größer ist, je kleiner und je risikoreicher die Region ist, in die der Fonds investiert.

So wird ein Schwellenländerfonds in den allermeisten Fällen eine deutlich höhere Volatilität besitzen als ein Fonds, der vorrangig in europäische oder nordamerikanische Werte investiert oder ein Fonds, der sich aus Werten zusammensetzt, die über die ganze Welt verteilt sind. Neben Fonds, die sich auf bestimmte Regionen spezialisiert haben, gibt es Fonds, die sich auf einzelne Branchen beziehen.
Report charts

Nähere Informationen erteilen die Fondsgesellschaften.

Volatilität bei Aktien und anderen Wertpapieren

Ähnlich wie bei der Volatilität von Fonds, gibt es auch bei der Volatilität von Aktien erhebliche Unterschiede. Das Risiko eines Investments in Aktien eines traditionsreichen und sehr solventen Unternehmens wird sich in Grenzen halten.

Im Gegensatz dazu ist das Risiko eines Investments in kleinere Unternehmen, Unternehmen die erst seit kurzer Zeit auf dem Markt sind oder Unternehmen, die aus irgendeinem Grunde in ernsthafte Schwierigkeiten geraten sind, deutlich größer.

Wichtig

Bezogen auf die Volatilität bedeutet dies, dass sie umso größer ist, je größer das Risiko ist.


Optionsscheine, Optionen und andere Finanzinstrumente zeichnen sich dadurch aus, dass sie einerseits ein erhebliches Risiko, andererseits aber auch Gewinnchancen besitzen, die deutlich über dem Durchschnitt liegen. Ein Investment in diese hoch spekulativen Finanzinstrumente will gut überlegt sein und dürfte vor allem für Personen infrage kommen, die bereit sind, ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen und die über solide Kenntnisse über den allgemeinen Kapitalmarkt verfügen.

Hohe Volatilität – Vor- und Nachteile

Eine hohe Volatilität muss nicht in jedem Falle mit Nachteilen verbunden sein. Einem hohen Verlustrisiko stehen oftmals hohe Gewinnchancen gegenüber.

Wichtig

Die Banken, Online-Broker und andere Anbieter sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden umfassend über die Chancen und die Risiken einer Geldanlage aufzuklären.


Sofern der Kunde über zu wenig Erfahrungen im Wertpapierhandel und dabei insbesondere im Handel von hoch risikanten Wertpapieren verfügt, kann der Broker den Handel mit diesen Wertpapieren stark einschränken oder gänzlich untersagen.