Warum Frauen eine eigene Altersvorsorge brauchen

Sie sind verheiratet oder in einer langjährigen Partnerschaft? Wer kümmert sich bei Ihnen um die Altersvorsorge? Sicher auch der Mann. Was nett gemeint und natürlich auch praktisch ist, kann schlimme Folgen haben. Wir erklären, warum Frauen eine eigene Altersvorsorge brauchen.

Das Problem

Für viele Paare ist es selbstverständlich, dass der Mann sich um die Finanzen kümmert. Und damit auch um die Altersvorsorge. Die Partner sind füreinander da und kommen füreinander auf. Bleibt die Frau der Kinder wegen zu Hause, schließt der Mann die finanzielle Lücke.

Eine gute Lösung, oder? Für den Moment ja. Doch was ist im Rentenalter? Wird es bis dahin immer so harmonisch bleiben? Wird der Partner immer für die Frau da sein und sie absichern?

Der Mann muss sich meist keine Sorgen um seine finanzielle Lage in der Rente machen. Schließlich arbeitet er bis dahin durch und verdient auch gutes Geld. Doch was ist mit der Frau? Sie bleibt nach der Geburt für die Kindererziehung zu Hause und kehrt danach meist nur in Teilzeit zurück in den Beruf. Die Folge: geringere Renteneinzahlungen und somit weniger Rente im Alter.

Doch es gibt noch zwei weitere Szenarien zu bedenken: was, wenn die Ehe scheitert bzw. die Partnerschaft zerbricht? Es ist zu bezweifeln, dass der Ex sich dann auch weiterhin um die Altersvorsorge der Frau kümmern wird. Und auch der Tod des Partners hat schwerwiegende Folgen.

Die Lösung

Im Falle einer Ehescheidung kommt es zum Versorgungsausgleich. Dabei erhält der weniger verdienende Ehepartner, also in den meisten Fällen die Frau, einen Teil der Renteneinzahlungen ihres Ex-Ehemannes. Alles bestens somit? Die Frau ist abgesichert?

Mitnichten. Denn der Versorgungsausgleich ist kein fester Betrag. Es sind die Dauer der Ehe und auch die Summe der Rentenpunkte, die der Ehemann während der Ehe gesammelt hat, welche den Versorgungsausgleich beeinflussen.

Was ist mit der Witwenrente? Sie sichert ab. Oder etwa nicht? Leider nein. Denn zum einen wird Witwenrente nur ausgezahlt, wenn die Frau selbst sich bereits im Rentenalter befindet. Zum anderen ist die Witwenrente meist sehr gering. Schließlich beträgt sie maximal 60 % der Rente des dahingeschiedenen Partners.

Es ist wichtig, dass Frau sich selbst um ihre finanzielle Sicherheit im Alter kümmert. Und somit ihre eigene, vom Ehemann bzw. Partner unabhängige, Altersvorsorge hat.

Die Möglichkeiten

Es gibt viele Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen. Am einfachsten ist es natürlich, wenn die Frau voll berufstätig ist. Hier profitiert sie von der betrieblichen Altersvorsorge.

Für Geringverdienerinnen oder Frauen, die gar nicht arbeiten, z. B. wegen der Kinder, bietet sich die Riester-Rente an. Vor allem wegen der staatlichen Förderung ist diese Rentenvorsorge interessant. Schließlich lässt sich die Förderung bereits ab einem sehr geringen Einzahlungsbetrag in Anspruch nehmen. Doch auch für Mütter ist die Riester-Rente attraktiv, gibt es für sie doch neben der Grundförderung noch für jedes Kind einen Zuschuss. Der Nachteil ist jedoch, dass die Auszahlungen im Rentenalter steuerpflichtig sind.

Die beste Altersvorsorge für die Frau…

ist und bleibt die private Rentenversicherung. Sie ist der Klassiker in Sachen Altersvorsorge und zugleich auch die sicherste Lösung. Schließlich gibt es hierbei keine Verluste und die lebenslangen Rentenzahlungen sind vertraglich zugesichert.

Als besonderes Plus sind die Versicherungsnehmer auch noch am Überschuss beteiligt. Diese Überschussbeteiligung erhöht den späteren monatlichen Rentenbetrag mit jedem Jahr, den der Versicherungsvertrag besteht.

Zudem bietet die private Rentenversicherung ein hohes Maß an Flexibilität. Und das bei der Ein- wie auch bei der Auszahlung. Die Beiträge können variabel gestaltet werden und bei der Auszahlung gibt es Wahlmöglichkeiten aus Kapitalauszahlung oder monatlicher Rentenzahlung. Auch die Auszahlung an die Erben im Todesfall kann vereinbart werden.

Doch es geht noch weiter. Neben der klassischen Rentenversicherung kann Frau sich auch für eine renditestarke Fonds-Rentenversicherung entscheiden. Diese Art der Vorsorge verbindet die Vorteile der Rentenversicherung mit denen eines Fondssparplans und verspricht hohe Rendite. Aber Achtung: die Rendite ist von der Börse abhängig. Je niedriger der Anlageerfolg, desto niedriger die Rendite und somit die Rente.

Fazit

Wie ihre Zukunft wird, kann niemand voraussagen. Doch mit einer privaten Altersvorsorge wird sie um einiges rosiger. Denn eines ist sicher: die gesetzliche Altersrente alleine wird nicht reichen.

Vor allem für Frauen ist es deshalb wichtig, vorzusorgen. Mit einer privaten Rentenversicherung. Nur so können Sie sorglos in die Zukunft blicken und wissen: von Altersarmut werden Sie nicht betroffen sein.

Sie wünschen weitere Informationen zur Altersvorsorge für Frauen? Wir beraten Sie gerne und stehen Ihnen als unabhängige Versicherungsmakler zur Seite.

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